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Orientierungsfahrt „Zweitausend und 11 Tücken“ – ein Erlebnisbericht

Samstag, 23. April 2011

Am 9. April 2011 hieß es wieder ran ans Steuer, Karte aufklappen, LOS!

Die Veranstaltergemeinschaft ARGE Ostsee-Rallye e.V. bot uns wieder die Möglichkeit, an der diesjährigen Tücken-Orie in der Klasse C teilzunehmen. Wir haben im letzten Jahr mit Pierre zusammen Blut geleckt und wollten nun auch zu zweit (Christian als Fahrer und Co-Navigator, Julia als Beifahrer, Navigator und Schriftführer) die Teilnahme zur Tradition werden lassen.

Um 10.00 Uhr fanden sich alle Teams der Klassen A, B und C im Gasthaus „Zur Fähre“ in Burgwall, einem Ortsteil von Zehdenick, zusammen. Hier fand im letzten Jahr die Siegerehrung der „Zweitausend und 10 Tücken“ statt, so dass wir gleich an das gute Gefühl, einen Pokal in den Händen zu halten, erinnert wurden [Link zum Vorjahresbericht]. Diesmal wollten wir aber mehr…

Nachdem unser Ford-Focus durch die technische Abnahme (TA) kam, ein kleines Coaching für die Klasse C (Anfänger) – also auch für uns –, eine Fahrerbesprechung und die lange Wartezeit für die Aufgabenstellungen abgeschlossen waren, ging es endlich los. 12.26 Uhr wurden die Fahraufträge „offiziell“ an uns überreicht und um 12.41 Uhr durften wir dann endlich mit der Startnummer 41 bei fantastischen Orie-Wetter losdüsen – natürlich mit Obacht und Vorsicht. Denn wie heißt es so schön, Orientierungsfahrten sind keine Rennveranstaltungen, bei denen die Zeit im Fokus steht, sondern hier geht es um Geschicklichkeit, Denksport sowie dem Kennenlernen und Entdecken unbekannter Gegenden.

Und wir haben diesmal wieder Dörfer kennengelernt, in denen sich sonst Hase und Igel friedlich gute Nacht sagen. Schonmal von Marienthal, Zabelsdorf, Ribbeck, Mildenberg [2008, 2009], Karlshof, Gransee, Rauschendorf, Sonnenberg, Schulzendorf, Wolfsruh, Neulögow, Neulüdersdorf, Altlüdersdorf, Dannenwalde, Blumenow und Tornow gehört? Ganz schön viel Gegend und auf der anderen Seite jeweils auch. Na gut, einen Teil kannten wir natürlich bereits aus den Fahraufträgen der letztjährigen Tücken-Orie.

Die Aufgabenstellungen beherrschten wir dieses Jahr ziemlich gut, auch wenn wir gleich am Start in Burgwall einen kleinen Fehler gemacht haben, und eine Nummernkontrolle (NK) nicht angefahren sind. Zu diesem dann später…. Im Gegensatz zum letzten Jahr schrieb ich die Kontrollnummern gleich in unsere Stempelkarte (Bordbuch) ein und brauchte keinen Schmierzettel, wir ließen uns bei allem sehr viel Zeit und fühlten uns richtig gut… dann kam schon die Durchfahrtskontrolle (DK)! Der erste Streckenabschnitt war vorbei – Halbzeit- Jetzt schon? Plötzlich kam Panik auf: Hatten wir eine Aufgabe übersehen? Waren wir doch zu schnell und warum sind die richtigen Anfänger aus unserer C-Gruppe schon längst da? Jetzt hieß es warten und so tun als ob alles in bester Ordnung ist…nämlich der Kontrollposten war noch nicht an seinem Platz und wir mussten eine Zwangspause einlegen…uns dämmerte, dass die Aufgaben für uns schon zu einfach waren…nachdem das dritte Team im weißen BMW aus unserer C-Gruppe von der entgegengesetzten (definitiv falschen) Seite anrauschte, wussten wir, so schlecht sieht es für uns dieses Jahr nicht aus.

Endlich ging es weiter, wir bekamen unseren Stempel und konnten die nächsten Aufgaben, welche wir schon vorher zusammen während unserer Zwangspause lösten, abhaken. Diesen Vorteil hatten die anderen in unserer Gruppe natürlich auch versucht zu nutzen, nur leider gelang es Ihnen nicht so recht, denn sie bogen hinter uns falsch ab (in einen einstrichigen Weg, es dürfen aber nur zweistrichige Straßen oder höher befahren werden). Ein kurzer fragender Blick von Christian streifte meine Karte. Doch ich war mir 100%ig sicher, wir fahren zwar anders, aber dafür richtig! Manchmal braucht man eben auch ein stückweit Erfahrung in einer Orie.

Auch kann es sinnvoll sein, Pipi-Pausen in schattigen Waldstücken einzulegen. Gelöst und erleichtert schaute Christian sich den letzten Fahrauftrag noch einmal genauer an, wir fanden, er war zu einfach. Bei genauerem Hinsehen sahen wir einen Punkt, den man in dieser Aufgabe auch noch abfahren musste. Ich bestätigte es und wir machten uns auf. Es war zwar ein gewisses Risiko eine Strecke abzufahren, die vielleicht nur Zeit kostete, aber wir nahmen die Herausforderung an.

Kurze Zeit später – in Blumenow – befanden wir uns aber schon wieder in einer Art Warteschlange, weil der Vorwagen alle Teilnehmer stoppte, da alle Stempelkontrollen im weiteren Verlauf noch nicht vollständig aufgestellt waren. Man tauschte sich also mit seinen Konkurrenten in einer Art Smalltalk aus. Die Teilnehmer der anderen Klassen verhielten sich teilweise doch sehr wortkarg (oder ignorant?) gegenüber uns Anfängern, das war wohl der Stress…von dem blieben wir gut verschont und so ging es dann doch irgendwann dem Führungswagen hinterher.

Leider bestand nun das Problem, dass die C-Konkurrenten sehr dicht an uns klebten, so dass wir uns etwas einfallen lassen mussten, wir wollten doch unsere gelöste letzte Aufgabe nicht mit anderen teilen. Wie egoistisch, oder? Wir sahen wieder den weißen BMW aus unserer Gruppe und wollten auf gar keinen Fall, dass er uns hinterher fährt und sich damit unseren versteckten Punkt angelt. Was macht man in so einem Fall? Blinker setzen, Rechts stehen bleiben und so tun, als ob man sich verfahren hätte. Der BMW fuhr an uns vorbei immer gerade aus, bis er nicht mehr zu sehen war. Wir bogen stattdessen nach einer Weile nach rechts über einen kleineren Feldweg ab und Tatsache, der Punkt belohnte uns mit einer Nummerkontrolle, die kein anderer aus unserer Gruppe gefunden hatte.

Siegessicher machten wir uns zum Ziel auf, bekamen unseren letzten Stempel für dieses Rennen und begaben uns mit allen anderen zurück in die Gaststätte in Burgwall. Nach ca. drei Fahrstunden und 78 km konnten wir nun endlich ein bisschen entspannen und stärkten uns. Nach weiteren drei Stunden des Wartens stand das Ergebnis endlich fest, wir haben den Ersten Platz in der Klasse C geholt. Mit einem Fehler (10 Fehlerpunkten) gleich hinter dem Start konnten wir mit Abstand zu den anderen Teams unseren riesigen Pokal in den Händen halten. Während des Überreichens wurde uns schon vermittelt, dass wir nächstes Jahr nicht mehr in der Klasse C starten dürfen, weil wir dafür einfach zu gut geworden sind. Während der langen Wartezeit wurden wir von ein paar Veranstaltern der nächsten Orientierungsfahrten im Brandenburger Umland angesprochen und uns wurde sogar der Orie-Nachwuchspreis des ADAC für dieses Jahr schmackhaft gemacht.

Am Abend konnten wir unseren Ford stolz durch die vom Sonnenuntergang verfärbten Felder kurven und haben uns gesagt, dass dies wohl nicht die letzte Orientierungsfahrt in diesem Jahr war.

Fortsetzung folgt (vielleicht)…

Aufruf Orientierungsfahrt Zweitausend und 11 Tücken (09.04.2011)

Sonntag, 27. Februar 2011

Es ist bald wieder soweit. Auch in diesem Jahr wird vom ARGE Ostsee-Rally e.V. eine Orientierungsfahrt im Ober-Havelländer Raum durchgeführt. Pierre, Julia und ich konnten letztes Jahr einen tollen dritten Platz feiern.

Wir würden unseren Erfolg gerne steigern und erneut eine Top-Platzierung in der Schnupperklasse C ansteuern. Doch wer von euch hat den Mut, sich mit uns zu messen? Liebe MMLer, ihr seid hiermit offiziell aufgefordert, uns bei der Orientierungsfahrt zu übertrumpfen.

Nun zu den Details:

Die Veranstaltung startet genau dort, wo sie letztes Jahr ihr Ende fand: am Gasthaus “Zur Fähre” im Zehdenicker Ortsteil Burgwall.

Das Startgeld für die Schnupperklasse C beträgt 12 EUR.

Die Anmeldung kann online vorgenommen werden. Dort finden sich auch alle weiteren Details zur Veranstaltung inkl. Ausschreibung.

Bericht zur Orientierungs-Rallye „Zweitausend + 10 Tücken“ vom 1. Mai 2010

Mittwoch, 19. Mai 2010

Orientierungs-Rallye „Zweitausend + 10 Tücken“ vom 1. Mai 2010

Veranstalter: ARGE Ostsee-Rallye e.V. im RKB

Im Namen des MML e.V. haben wir (Christian, Pierre und Julia) uns mutig und neugierig dieser Veranstaltung gestellt. Wohlwissend, dass wir blutige Anfänger sind, haben wir uns ausnahmsweise zu dritt in der Schnupperklasse C angemeldet. Das Starterfeld war groß und so starteten wir mit der letzten Startnummer 44. Nach einer kleinen Schulung und Einweisung sowie einem Kontrollcheck unseres Startautos sowie einem kleinen Imbiss ging es los! Wir bekamen unsere Fahraufträge, Karten und ein Heft voller Grundregeln, mit denen wir die nächsten 3,5 Stunden Sollzeit verbringen und dann optimaler Weise ans Ziel kommen sollten.

Christian und Julia bei der Vorbereitung zur Orie 2010+10 Tücken

Christian und Julia bei der Vorbereitung zur Orie 2010+10 Tücken

Pierre beim Vorbereiten auf die Orie 2000 + 10 Tücken

Pierre beim Vorbereiten auf die Orie 2000 + 10 Tücken

Unsere Voraussetzungen:

Christian, Fahrer und Erfahrungen einer kleinen Orientierungsfahrt von 2008
Pierre, Beifahrer und keine besondere Qualifikation im Kartenlesen
Julia, offizielle Beifahrerin und Zuständige der Stempelkarte (Bordkarte)

Christians Ziel: kein Unfall bauen
Pierres Ziel: am Ende der Rally Kartenlesen können
Julias Ziel: alle Nummern (NK) entdecken und richtig notieren

Unser gemeinsames Ziel: Nicht Letzter werden und nicht aus der Wertung kommen!

Kartenstudium im Vorfeld der Orie 2000 + 10 Tücken

Kartenstudium im Vorfeld der Orie 2000 + 10 Tücken

Nach leichten anfänglichen Irritationen fanden wir uns zunächst gut in das Geschehnis rein, wir bekamen unseren ersten Kontrollstempel (SK) an einer Kontrollstation und sahen auch schon einige Nummern, die wir exakt in eine unserer Bordkarten schrieben. Der erste Fahrauftrag war geschafft!

Bei uns herrscht Demokratie und so besprach unser Team sich vor jedem nächsten Fahrauftrag: wir zeichneten uns die Strecken vor und stimmten ab, wo es nun weiter lang gehen sollte. Ich diktierte die Straßennamen und Richtungen, die Christian (Fahrer) abfahren sollten. Pierre versuchte verzweifelt Nummern oder Stempelkontrollen zu entdecken, nachdem wir in Alt-Zehdenick eine Einbahnstraße umgekehrt fahren sollten und die Stempelkontrolle auf der falschen Seite erschien, war uns klar: irgendetwas stimmte nicht, wir haben uns verfahren! Nach kurzem Ärger stürzten wir uns auf die nächsten Aufgaben…. hier kamen uns Autos mit Startnummern entgegen, was auch nicht sein konnte…wir waren zwar verwirrt, ließen uns aber nicht davon abbringen weiter zu machen.

Wir lernten Straßen kennen, die wir Stadtkinder als Trampelpfade bezeichnen würden und schrieben irgendwann jede Nummer auf, die uns in den Weg kamen. Endlich kam eine Fischgrätenaufgabe und eine Bordkennzeichenaufgabe, wir besprachen uns gut und diesmal lagen wir auch mit den Stempelkontrollen richtig! Frisch motiviert ging es nun zur vorletzten Aufgabe. Diesmal führte uns ein Trampelpfad mitten auf den Acker und der Kuhwiese von Bauer “Lindemann”. Das konnte nicht stimmen! Wir machten Kehrt und fanden schließlich den Weg! Nachdem wir durch Waldwege dreimal im Kreis, zweimal die gleiche Nummer notiert, meinten endlich am Ziel zu sein, hielten wir unsere Sollzeit mit sechs Minuten Verspätung fast ein.

Nachdem wir nun in der Gaststätte „Zur Fähre“ mit Livemusik empfangen wurden, gab es beim Verzehr von kleinen Gerichten heiße Debatten wie man auf einzelne Lösungen kommen sollte. In der Klasse C verlief dies sehr herzlich und informativ, während in den Klassen A und B mit Zirkel und Lineal argumentiert und gefeilscht wurde.

Nach sehr langen Diskussionen zur Auswertung in den Klassen B und C konnte dann um ca. 20.30 Uhr die Siegerehrung beginnen. In der Klasse C bekamen die ersten vier Teams einen Pokal. Da nur vier Teams angetreten sind, bekamen glücklicherweise alle einen Pokal. Das erste und zweite Team war punktgleich, danach kamen wir mit einem deutlichen Abstand zum letztplazierten Team.

Wir zogen, nachdem alle Klassen geehrt wurden, überglücklich und geschafft mit unserem Pokal wieder Richtung Berlin.

Pokale der Orientierungsrally 2000 + 10 Tücken

Pokale der Orientierungsrally 2000 + 10 Tücken

[caption id="attachment_501" align="aligncenter" width="150" caption="Gewonnene Pokale für den MML e.V. - Platz 3 Klasse C"]Gewonnene Pokale für den MML e.V. - Platz 3 Klasse C[/caption]

Unser Fazit: Wir kennen nun ziemlich viele Ecken in und um Zehdenick, haben für ca. 70 km eine Fahrzeit von 3h 36min gebraucht und wurden liebevoll betreut und für die nächsten Teilnahmen motiviert. Nachdem wir in die Fahraufträge der Klassen A und B geschaut haben, ist uns klar: Wir fahren lieber wieder in der C-Klasse und hoffen auf den nächsten Pokal für den MML e.V.

Als kleines Highlight stellen wir nachfolgend noch unseren aufgezeichneten GPS-Track (per Garmin Forerunner 305) der abgefahrenen Strecke zur Verfügung. Dies kann zum Schmunzeln und Nachvollziehen dienen, da unsere “Orientierungsfehler” sehr gut erkennbar sind.

Übersicht abgefahrene Strecke Klasse C als GPS-Track

Übersicht abgefahrene Strecke Klasse C als GPS-Track

Teil 1 GPS Track im Detail
Teil 2 GPS Track im Detail
Teil 3 GPS Track im Detail
Teil 4 GPS Track im Detail
Teil 5 GPS Track im Detail
Teil 6 GPS Track im Detail
Teil 7 GPS Track im Detail

Oldtimertreffen Ziegeleipark Mildenberg 2008

Mittwoch, 19. November 2008

Das Veranstaltungsjahr 2008 stand für die Motorsportfreunde Mühlenbecker Land seit Jahresbeginn unter keinem guten Stern. Erst fiel im Juni das “Internationale DragRace” in Wittstock aus und dann noch im August die “24H Series” auf dem Eurospeedway Lausitzring. Doch gestandene Männer werfen die Flinte nicht ins Korn und so haben der Presi und der Vize eine neue Veranstaltung organisiert……

Der 1997 eröffnete große “Ziegeleipark” in Mildenberg veranstaltete vom 16.08 / 17.08.08 das 4.Traktoren und Oldtimertreffen. Der “Ziegeleipark” in Mildenberg ist eine der bedeutendsten Industrie-Kultur-Stätten Europas. Zu Gründerzeiten wurden hier Milliarden von Ziegeln hergestellt, aus denen Berlin und große Teile der Mark erbaut wurden. Für den Transport von Rohstoffen und Ziegeln gab es ein weit verzweigtes Schienennetz auf denen Feldbahnen in Dampf- oder Dieselbetrieb fuhren. Heute fahren diese Feldbahnen Besucher durch den Park oder durch die umliegende Tonstichlandschaft.

Das 4.Traktoren und Oldtimertreffen auf dem historischen Gelände wurde dieses Jahr das Highlight des Vereins. Die Zelte schlugen wir ganz idyllisch auf einer grünen Wiese auf direkt an einem Havelarm. Das Wetter, anfangs regnerisch, entwickelte sich prächtig mit viel Sonne. Mit der Feldbahn fuhren wir in die umliegenden Tonstich und Christian konnte sich sogar zum Lockführer qualifizieren. Der alte Hafen ist heute Stützpunkt für Hobbyschiffer, hier hat sich die “Marina & Yachtcharter” angesiedelt und auch ein sehr schönes Lokal “Alter Hafen”. An diesem Wochenende wurde sogar eine “Light-Aussen-Bar” aufgebaut und es gab live Musik mit den “Cousinen”. Der Chef der “Marina & Yachtcharter” veranstaltete außerdem ein Kanuwettpaddeln im Hafen, dass Stefanie mit einem zweiten Platz für sich entscheiden konnte und eine zweitägige Bootstour gewann. Oldtimer gab es reichlich zu bestaunen, vom Traktor, über Mustang und Wartburg war alles vertreten. Vereinskamerad Denes war mir seinem Trabant Bj:64 “Ratte” auch dabei und sorgte für Aufsehen.

Alle Vereinskameraden waren sich einig, dass war ein super Ausflug und wieder ein tolles Vereinserlebnis.

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