Orientierungs-Rallye „Zweitausend + 10 Tücken“ vom 1. Mai 2010
Veranstalter: ARGE Ostsee-Rallye e.V. im RKB
Im Namen des MML e.V. haben wir (Christian, Pierre und Julia) uns mutig und neugierig dieser Veranstaltung gestellt. Wohlwissend, dass wir blutige Anfänger sind, haben wir uns ausnahmsweise zu dritt in der Schnupperklasse C angemeldet. Das Starterfeld war groß und so starteten wir mit der letzten Startnummer 44. Nach einer kleinen Schulung und Einweisung sowie einem Kontrollcheck unseres Startautos sowie einem kleinen Imbiss ging es los! Wir bekamen unsere Fahraufträge, Karten und ein Heft voller Grundregeln, mit denen wir die nächsten 3,5 Stunden Sollzeit verbringen und dann optimaler Weise ans Ziel kommen sollten.
Unsere Voraussetzungen:
Christian, Fahrer und Erfahrungen einer kleinen Orientierungsfahrt von 2008
Pierre, Beifahrer und keine besondere Qualifikation im Kartenlesen
Julia, offizielle Beifahrerin und Zuständige der Stempelkarte (Bordkarte)
Christians Ziel: kein Unfall bauen
Pierres Ziel: am Ende der Rally Kartenlesen können
Julias Ziel: alle Nummern (NK) entdecken und richtig notieren
Unser gemeinsames Ziel: Nicht Letzter werden und nicht aus der Wertung kommen!
Nach leichten anfänglichen Irritationen fanden wir uns zunächst gut in das Geschehnis rein, wir bekamen unseren ersten Kontrollstempel (SK) an einer Kontrollstation und sahen auch schon einige Nummern, die wir exakt in eine unserer Bordkarten schrieben. Der erste Fahrauftrag war geschafft!
Bei uns herrscht Demokratie und so besprach unser Team sich vor jedem nächsten Fahrauftrag: wir zeichneten uns die Strecken vor und stimmten ab, wo es nun weiter lang gehen sollte. Ich diktierte die Straßennamen und Richtungen, die Christian (Fahrer) abfahren sollten. Pierre versuchte verzweifelt Nummern oder Stempelkontrollen zu entdecken, nachdem wir in Alt-Zehdenick eine Einbahnstraße umgekehrt fahren sollten und die Stempelkontrolle auf der falschen Seite erschien, war uns klar: irgendetwas stimmte nicht, wir haben uns verfahren! Nach kurzem Ärger stürzten wir uns auf die nächsten Aufgaben…. hier kamen uns Autos mit Startnummern entgegen, was auch nicht sein konnte…wir waren zwar verwirrt, ließen uns aber nicht davon abbringen weiter zu machen.
Wir lernten Straßen kennen, die wir Stadtkinder als Trampelpfade bezeichnen würden und schrieben irgendwann jede Nummer auf, die uns in den Weg kamen. Endlich kam eine Fischgrätenaufgabe und eine Bordkennzeichenaufgabe, wir besprachen uns gut und diesmal lagen wir auch mit den Stempelkontrollen richtig! Frisch motiviert ging es nun zur vorletzten Aufgabe. Diesmal führte uns ein Trampelpfad mitten auf den Acker und der Kuhwiese von Bauer “Lindemann”. Das konnte nicht stimmen! Wir machten Kehrt und fanden schließlich den Weg! Nachdem wir durch Waldwege dreimal im Kreis, zweimal die gleiche Nummer notiert, meinten endlich am Ziel zu sein, hielten wir unsere Sollzeit mit sechs Minuten Verspätung fast ein.
Nachdem wir nun in der Gaststätte „Zur Fähre“ mit Livemusik empfangen wurden, gab es beim Verzehr von kleinen Gerichten heiße Debatten wie man auf einzelne Lösungen kommen sollte. In der Klasse C verlief dies sehr herzlich und informativ, während in den Klassen A und B mit Zirkel und Lineal argumentiert und gefeilscht wurde.
Nach sehr langen Diskussionen zur Auswertung in den Klassen B und C konnte dann um ca. 20.30 Uhr die Siegerehrung beginnen. In der Klasse C bekamen die ersten vier Teams einen Pokal. Da nur vier Teams angetreten sind, bekamen glücklicherweise alle einen Pokal. Das erste und zweite Team war punktgleich, danach kamen wir mit einem deutlichen Abstand zum letztplazierten Team.
Wir zogen, nachdem alle Klassen geehrt wurden, überglücklich und geschafft mit unserem Pokal wieder Richtung Berlin.
Unser Fazit: Wir kennen nun ziemlich viele Ecken in und um Zehdenick, haben für ca. 70 km eine Fahrzeit von 3h 36min gebraucht und wurden liebevoll betreut und für die nächsten Teilnahmen motiviert. Nachdem wir in die Fahraufträge der Klassen A und B geschaut haben, ist uns klar: Wir fahren lieber wieder in der C-Klasse und hoffen auf den nächsten Pokal für den MML e.V.
Als kleines Highlight stellen wir nachfolgend noch unseren aufgezeichneten GPS-Track (per Garmin Forerunner 305) der abgefahrenen Strecke zur Verfügung. Dies kann zum Schmunzeln und Nachvollziehen dienen, da unsere “Orientierungsfehler” sehr gut erkennbar sind.
Teil 1 GPS Track im Detail
Teil 2 GPS Track im Detail
Teil 3 GPS Track im Detail
Teil 4 GPS Track im Detail
Teil 5 GPS Track im Detail
Teil 6 GPS Track im Detail
Teil 7 GPS Track im Detail





