Mit ‘orientierungsrally’ getaggte Artikel

Bericht zur Havellandto(rt)ur 2011

Freitag, 30. September 2011

Am 17. September war es mal wieder so weit, wir wollten den nächsten Titel holen! Natürlich hatten wir uns am Vorabend bestens vorbereitet und das Regelwerk sowie die Aufgaben der letzten Oris studiert. Das angekündigte Teilnehmerfeld war mit zwei weiteren gemeldeten C-Teams nicht übermäßig besetzt, aber ein Team kannten wir von der letzten Ori „Rund um die Ruppiner Seen“ schon und dachten, die waren letztes Mal gar nicht so schlecht und könnten eine echte Konkurrenz darstellen…
Wir standen nun also pünktlich in Nauen im Lokal „Volksgarten“ und meldeten uns an, als es schon hieß, dass ein Team abgesagt hatte. Nach 12.00 Uhr war klar, auch das zweite Team wird es nun nicht mehr zum Start schaffen…So starteten wir nun als einziges Team in der Klasse C und ließen uns durch nichts aufhalten: Her mit den Aufgaben, wir sind ja nicht umsonst hier!

Schon der Start zeigte sich als erste Hürde, denn wir standen wieder einmal auf einem Parkplatz mit „virtuellen Straßen“, aber zunächst lief alles nach Plan, zumindest nach unserem ;-)
Während wir die Fischgräte Schritt für Schritt abfuhren, kamen wir auf ein Hindernis: ein Feuerwehrfest mitten auf einer Straße, die dadurch gesperrt wurde. Wir mussten nun also das erste Mal, gemäß der Grundausschreibung nach Karte oder Natur die Idealstrecke umfahren und so tun, als ob die Sperrung nicht da ist bzw. die Umfahrung als neutrale Strecke betrachten…na, alles verstanden? Wenn nicht, dann muss man so etwas selbst erlebt haben und mit machen!

Der nächste Schwerpunkt war das amerikanische Linksabbiegen. Obwohl wir beide alles darüber gelesen haben und in der Theorie alles verstanden haben, zeigt sich die Praxis doch manchmal schwieriger als gedacht. Trotz Hinweisen in der der Aufgabenstellung haben wir uns durch andere Aufgaben wie „das gegenläufige Fahren und Wenden der grau unterlegten Sackgassen (gegen den Uhrzeigersinn) ist erlaubt“ verwirren lassen. Wir konnten es nicht lassen und haben nun also doch den Anfängerfehler gemacht und sind amerikanisch links abgebogen… wieder eine Nummer weg und zehn Fehlerpunkte mehr! Die nächsten Aufgaben gab es am B5-Outlet-Center in Elstal. Nein, hier konnte man nicht nach Straßenkarte shoppen gehen, sondern man musste Punkte und Pfeile abfahren. Auch hier haben wir uns wieder durch die Aufgabenstellung verwirren lassen und sind – wie man es als ordentlicher Mensch macht – die buchstabierten Pfeile nach dem Alphabet abgefahren und nicht, wie gefordert, auf dem kürzesten Weg! Hier kassierten wir dadurch 20 Fehlerpunkte! Aber wir erinnerten uns beim Vorbeifahren des olympischen Dorfes von 1936 an das Motto „Dabei sein ist alles!“

Weiter ging es dann in das Wustermarker Gewerbegebiet, hier kurvten wir unsere Runden und standen am Ende an der Entscheidung: Fahren wir Autobahn oder Landstraße zurück nach Nauen? Was ist der kürzeste Weg? Wir entschieden uns, wie Stadtkinder es für richtig halten, für die Autobahn. Das war aber leider knapp verfehlt und damit wieder 10 Fehlerpunkte wert. Auch das letzte Stück in Nauen auf unserem Parkplatz mit virtuellen Straßen konnte uns nicht davon abhalten wieder ein amerikanisches Linksabbiegen einzubauen und das alles vor den Augen des Veranstalters! Das waren wahrscheinlich die peinlichsten 10 Fehlerpunkte im ganzen Rennen.

Am Ende gaben wir mit einem Lächeln (wir wussten noch nichts von den Fehlern) und als erster (hahaha) unsere Bordkarte ab. Sowohl in unserer als auch in der offiziellen Auswertung verzeichneten wir 70 Fehlerpunkte. Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden, denn manche Fehler würden wir in der gleichen Situation bestimmt wieder machen. Eine Sache ist allerdings auch klar: Man darf nicht zu harmonisch als Team sein, man muss auch mal diskutieren können. Mit der einen oder anderen Diskussion können auch Fehlerpunkte vermieden werden.

Mit unseren Pokalen machten wir uns nach Verabschiedung der leider kleinen Zahl der Teilnehmer auf den Weg nach Berlin und können uns nun sicher sein, dass wir beim nächsten Mal in der Klasse B starten müssen! Für uns endet damit die Saison der Klasse C. Wir sind mit allen drei Orientierungsfahrten bestimmt gut vorbereitet, um in Australien gut durch das Outback zu finden!

Bericht zur Orientierungsfahrt “Rund um die Ruppiner Seen” 2011

Sonntag, 19. Juni 2011

Nach der Friede-Freude-Eierkuchen Fahrt bei den 2000 + 11 Tücken mit wenigen Fehlern und voller Harmonie stürzten wir uns am Samstag, den 18.6.2011, erstmalig in eine Orie-Veranstaltung, die nicht vom ARGE Ostseerally e.V. veranstaltet wurde: die 14. ADAC Orientierungsfahrt “Rund um die Ruppiner Seen” vom AMC Neuruppin e.V. Diesmal sollte der Stressfaktor während der Fahrt deutlich höher werden, als im April.

Nach einer kurzen Anreise aus Berlin fanden wir uns im gemütlichen Dorf Nietwerder bei Neuruppin wieder, in der “Bärenschenke”, einem empfehlenswerten kleinen Schnitzel-Restaurant. Nach erfolgter Papierabnahme und technischer Kontrolle gab es neben der Sichtung der lokalen Durchführungsbestimmungen eine kurze Fahrerbesprechung und für uns C-Klässler eine Mini-Schulung mit wertvollen Hinweisen.

Orie Schulung für Klasse C

Genau wie bei der Tücken-Orie wollten hier in Neuruppin auch drei C-Teams an der Fahrt teilnehmen. Mit der Startnummer 16 erfolgte unser Start dann um 13:16 und führte uns dann über 8 Fahraufträge, davon einer neutralen Autobahn-Überführungsetappe, ins Ziel nach Neuruppin. Die C-Strecke sollte 55km in Anspruch nehmen, bei einer Idealzeit von 2,5h. Die Karenzzeit betrug weitere 60 Minuten.

Schon bei Aufgabe 1 stieg der Stresspegel deutlich an. Im Nachhinein (mit Lösung) eigentlich ganz klar und einfach, haben wir uns völlig verfranzt. Lag es an der Tagesform? Waren wir nicht konzentriert genug? Ist der eigene Erwartungsdruck zu groß gewesen? Nach den Anfangsschwierigkeiten lief es später besser, typische Anfängerfehler waren trotzdem dabei: Wir sind Pfeile abgefahren, obwohl in der Aufgabe Striche gefordert waren. Wir haben alle Bordbuchzeichen abgegurkt, obwohl nur die Zeichen 1 bis 18 zu fahren waren. Wir haben nicht richtig auf die etwas kleiner und im Vergleich zur Tücken-Orie tiefer angebrachten Nummernkontrollen geachtet. Und wir haben zu kompliziert gedacht, statt einfach die nächsten Aufgabenteile anzufahren und von dort die Lösung weiterauszuarbeiten.

Nach drei Stunden und neun Minuten waren wir endlich durch und erstmal fix und fertig. Um die Zeit bis zum Veranstaltungsende zu überbrücken, haben wir uns trotzdem die drei freiwilligen B-Zusatzaufgaben vorgenommen und wären eigentlich auch ganz gut damit durchgekommen, wenn nicht ein wirklich heftiges Unwetter dem Spuk ein Ende gemacht hätte. Es windete und regnete so stark, dass die Nummernkontrollen umkippten und nicht zu erkennen waren. Wir brachen das Abenteuer B ab und setzten uns im Gespräch mit den anderen Teilnehmern mit den Lösungen auseinander. Julia fand sogar noch einen kleinen Fehler im Lösungsheft.

Am Ende reichte es trotz 110 Fehlerpunkte für den ersten Platz in der Klasse C, wir waren erleichert, hätten aber auch angesichts der Umstände kein Problem mit dem zweiten oder dritten Platz gehabt. Alle platzierten Teilnehmer bekamen einen schönen Preis, einen beschrifteten Porzellantopf – super Idee!

Orie Siegerehrung Klasse C

In der Nachwuchspokal-Wertung liegen wir nun ebenfalls auf dem ersten Platz, mal sehen was sich in Nauen im September noch erreichen lässt. Wir freuen uns auf weitere C-Teilnehmer am Start.

Glückwunsch an alle Gewinner, einen großen Dank gilt – wie immer – den Veranstaltern, die diese tolle Tour ausgearbeitet und ausgerichtet haben. Es hat uns mal wieder großen Spaß gemacht.

Orientierungsfahrt „Zweitausend und 11 Tücken“ – ein Erlebnisbericht

Samstag, 23. April 2011

Am 9. April 2011 hieß es wieder ran ans Steuer, Karte aufklappen, LOS!

Die Veranstaltergemeinschaft ARGE Ostsee-Rallye e.V. bot uns wieder die Möglichkeit, an der diesjährigen Tücken-Orie in der Klasse C teilzunehmen. Wir haben im letzten Jahr mit Pierre zusammen Blut geleckt und wollten nun auch zu zweit (Christian als Fahrer und Co-Navigator, Julia als Beifahrer, Navigator und Schriftführer) die Teilnahme zur Tradition werden lassen.

Um 10.00 Uhr fanden sich alle Teams der Klassen A, B und C im Gasthaus „Zur Fähre“ in Burgwall, einem Ortsteil von Zehdenick, zusammen. Hier fand im letzten Jahr die Siegerehrung der „Zweitausend und 10 Tücken“ statt, so dass wir gleich an das gute Gefühl, einen Pokal in den Händen zu halten, erinnert wurden [Link zum Vorjahresbericht]. Diesmal wollten wir aber mehr…

Nachdem unser Ford-Focus durch die technische Abnahme (TA) kam, ein kleines Coaching für die Klasse C (Anfänger) – also auch für uns –, eine Fahrerbesprechung und die lange Wartezeit für die Aufgabenstellungen abgeschlossen waren, ging es endlich los. 12.26 Uhr wurden die Fahraufträge „offiziell“ an uns überreicht und um 12.41 Uhr durften wir dann endlich mit der Startnummer 41 bei fantastischen Orie-Wetter losdüsen – natürlich mit Obacht und Vorsicht. Denn wie heißt es so schön, Orientierungsfahrten sind keine Rennveranstaltungen, bei denen die Zeit im Fokus steht, sondern hier geht es um Geschicklichkeit, Denksport sowie dem Kennenlernen und Entdecken unbekannter Gegenden.

Und wir haben diesmal wieder Dörfer kennengelernt, in denen sich sonst Hase und Igel friedlich gute Nacht sagen. Schonmal von Marienthal, Zabelsdorf, Ribbeck, Mildenberg [2008, 2009], Karlshof, Gransee, Rauschendorf, Sonnenberg, Schulzendorf, Wolfsruh, Neulögow, Neulüdersdorf, Altlüdersdorf, Dannenwalde, Blumenow und Tornow gehört? Ganz schön viel Gegend und auf der anderen Seite jeweils auch. Na gut, einen Teil kannten wir natürlich bereits aus den Fahraufträgen der letztjährigen Tücken-Orie.

Die Aufgabenstellungen beherrschten wir dieses Jahr ziemlich gut, auch wenn wir gleich am Start in Burgwall einen kleinen Fehler gemacht haben, und eine Nummernkontrolle (NK) nicht angefahren sind. Zu diesem dann später…. Im Gegensatz zum letzten Jahr schrieb ich die Kontrollnummern gleich in unsere Stempelkarte (Bordbuch) ein und brauchte keinen Schmierzettel, wir ließen uns bei allem sehr viel Zeit und fühlten uns richtig gut… dann kam schon die Durchfahrtskontrolle (DK)! Der erste Streckenabschnitt war vorbei – Halbzeit- Jetzt schon? Plötzlich kam Panik auf: Hatten wir eine Aufgabe übersehen? Waren wir doch zu schnell und warum sind die richtigen Anfänger aus unserer C-Gruppe schon längst da? Jetzt hieß es warten und so tun als ob alles in bester Ordnung ist…nämlich der Kontrollposten war noch nicht an seinem Platz und wir mussten eine Zwangspause einlegen…uns dämmerte, dass die Aufgaben für uns schon zu einfach waren…nachdem das dritte Team im weißen BMW aus unserer C-Gruppe von der entgegengesetzten (definitiv falschen) Seite anrauschte, wussten wir, so schlecht sieht es für uns dieses Jahr nicht aus.

Endlich ging es weiter, wir bekamen unseren Stempel und konnten die nächsten Aufgaben, welche wir schon vorher zusammen während unserer Zwangspause lösten, abhaken. Diesen Vorteil hatten die anderen in unserer Gruppe natürlich auch versucht zu nutzen, nur leider gelang es Ihnen nicht so recht, denn sie bogen hinter uns falsch ab (in einen einstrichigen Weg, es dürfen aber nur zweistrichige Straßen oder höher befahren werden). Ein kurzer fragender Blick von Christian streifte meine Karte. Doch ich war mir 100%ig sicher, wir fahren zwar anders, aber dafür richtig! Manchmal braucht man eben auch ein stückweit Erfahrung in einer Orie.

Auch kann es sinnvoll sein, Pipi-Pausen in schattigen Waldstücken einzulegen. Gelöst und erleichtert schaute Christian sich den letzten Fahrauftrag noch einmal genauer an, wir fanden, er war zu einfach. Bei genauerem Hinsehen sahen wir einen Punkt, den man in dieser Aufgabe auch noch abfahren musste. Ich bestätigte es und wir machten uns auf. Es war zwar ein gewisses Risiko eine Strecke abzufahren, die vielleicht nur Zeit kostete, aber wir nahmen die Herausforderung an.

Kurze Zeit später – in Blumenow – befanden wir uns aber schon wieder in einer Art Warteschlange, weil der Vorwagen alle Teilnehmer stoppte, da alle Stempelkontrollen im weiteren Verlauf noch nicht vollständig aufgestellt waren. Man tauschte sich also mit seinen Konkurrenten in einer Art Smalltalk aus. Die Teilnehmer der anderen Klassen verhielten sich teilweise doch sehr wortkarg (oder ignorant?) gegenüber uns Anfängern, das war wohl der Stress…von dem blieben wir gut verschont und so ging es dann doch irgendwann dem Führungswagen hinterher.

Leider bestand nun das Problem, dass die C-Konkurrenten sehr dicht an uns klebten, so dass wir uns etwas einfallen lassen mussten, wir wollten doch unsere gelöste letzte Aufgabe nicht mit anderen teilen. Wie egoistisch, oder? Wir sahen wieder den weißen BMW aus unserer Gruppe und wollten auf gar keinen Fall, dass er uns hinterher fährt und sich damit unseren versteckten Punkt angelt. Was macht man in so einem Fall? Blinker setzen, Rechts stehen bleiben und so tun, als ob man sich verfahren hätte. Der BMW fuhr an uns vorbei immer gerade aus, bis er nicht mehr zu sehen war. Wir bogen stattdessen nach einer Weile nach rechts über einen kleineren Feldweg ab und Tatsache, der Punkt belohnte uns mit einer Nummerkontrolle, die kein anderer aus unserer Gruppe gefunden hatte.

Siegessicher machten wir uns zum Ziel auf, bekamen unseren letzten Stempel für dieses Rennen und begaben uns mit allen anderen zurück in die Gaststätte in Burgwall. Nach ca. drei Fahrstunden und 78 km konnten wir nun endlich ein bisschen entspannen und stärkten uns. Nach weiteren drei Stunden des Wartens stand das Ergebnis endlich fest, wir haben den Ersten Platz in der Klasse C geholt. Mit einem Fehler (10 Fehlerpunkten) gleich hinter dem Start konnten wir mit Abstand zu den anderen Teams unseren riesigen Pokal in den Händen halten. Während des Überreichens wurde uns schon vermittelt, dass wir nächstes Jahr nicht mehr in der Klasse C starten dürfen, weil wir dafür einfach zu gut geworden sind. Während der langen Wartezeit wurden wir von ein paar Veranstaltern der nächsten Orientierungsfahrten im Brandenburger Umland angesprochen und uns wurde sogar der Orie-Nachwuchspreis des ADAC für dieses Jahr schmackhaft gemacht.

Am Abend konnten wir unseren Ford stolz durch die vom Sonnenuntergang verfärbten Felder kurven und haben uns gesagt, dass dies wohl nicht die letzte Orientierungsfahrt in diesem Jahr war.

Fortsetzung folgt (vielleicht)…

Aufruf Orientierungsfahrt Zweitausend und 11 Tücken (09.04.2011)

Sonntag, 27. Februar 2011

Es ist bald wieder soweit. Auch in diesem Jahr wird vom ARGE Ostsee-Rally e.V. eine Orientierungsfahrt im Ober-Havelländer Raum durchgeführt. Pierre, Julia und ich konnten letztes Jahr einen tollen dritten Platz feiern.

Wir würden unseren Erfolg gerne steigern und erneut eine Top-Platzierung in der Schnupperklasse C ansteuern. Doch wer von euch hat den Mut, sich mit uns zu messen? Liebe MMLer, ihr seid hiermit offiziell aufgefordert, uns bei der Orientierungsfahrt zu übertrumpfen.

Nun zu den Details:

Die Veranstaltung startet genau dort, wo sie letztes Jahr ihr Ende fand: am Gasthaus “Zur Fähre” im Zehdenicker Ortsteil Burgwall.

Das Startgeld für die Schnupperklasse C beträgt 12 EUR.

Die Anmeldung kann online vorgenommen werden. Dort finden sich auch alle weiteren Details zur Veranstaltung inkl. Ausschreibung.

Bericht zur Orientierungs-Rallye „Zweitausend + 10 Tücken“ vom 1. Mai 2010

Mittwoch, 19. Mai 2010

Orientierungs-Rallye „Zweitausend + 10 Tücken“ vom 1. Mai 2010

Veranstalter: ARGE Ostsee-Rallye e.V. im RKB

Im Namen des MML e.V. haben wir (Christian, Pierre und Julia) uns mutig und neugierig dieser Veranstaltung gestellt. Wohlwissend, dass wir blutige Anfänger sind, haben wir uns ausnahmsweise zu dritt in der Schnupperklasse C angemeldet. Das Starterfeld war groß und so starteten wir mit der letzten Startnummer 44. Nach einer kleinen Schulung und Einweisung sowie einem Kontrollcheck unseres Startautos sowie einem kleinen Imbiss ging es los! Wir bekamen unsere Fahraufträge, Karten und ein Heft voller Grundregeln, mit denen wir die nächsten 3,5 Stunden Sollzeit verbringen und dann optimaler Weise ans Ziel kommen sollten.

Christian und Julia bei der Vorbereitung zur Orie 2010+10 Tücken

Christian und Julia bei der Vorbereitung zur Orie 2010+10 Tücken

Pierre beim Vorbereiten auf die Orie 2000 + 10 Tücken

Pierre beim Vorbereiten auf die Orie 2000 + 10 Tücken

Unsere Voraussetzungen:

Christian, Fahrer und Erfahrungen einer kleinen Orientierungsfahrt von 2008
Pierre, Beifahrer und keine besondere Qualifikation im Kartenlesen
Julia, offizielle Beifahrerin und Zuständige der Stempelkarte (Bordkarte)

Christians Ziel: kein Unfall bauen
Pierres Ziel: am Ende der Rally Kartenlesen können
Julias Ziel: alle Nummern (NK) entdecken und richtig notieren

Unser gemeinsames Ziel: Nicht Letzter werden und nicht aus der Wertung kommen!

Kartenstudium im Vorfeld der Orie 2000 + 10 Tücken

Kartenstudium im Vorfeld der Orie 2000 + 10 Tücken

Nach leichten anfänglichen Irritationen fanden wir uns zunächst gut in das Geschehnis rein, wir bekamen unseren ersten Kontrollstempel (SK) an einer Kontrollstation und sahen auch schon einige Nummern, die wir exakt in eine unserer Bordkarten schrieben. Der erste Fahrauftrag war geschafft!

Bei uns herrscht Demokratie und so besprach unser Team sich vor jedem nächsten Fahrauftrag: wir zeichneten uns die Strecken vor und stimmten ab, wo es nun weiter lang gehen sollte. Ich diktierte die Straßennamen und Richtungen, die Christian (Fahrer) abfahren sollten. Pierre versuchte verzweifelt Nummern oder Stempelkontrollen zu entdecken, nachdem wir in Alt-Zehdenick eine Einbahnstraße umgekehrt fahren sollten und die Stempelkontrolle auf der falschen Seite erschien, war uns klar: irgendetwas stimmte nicht, wir haben uns verfahren! Nach kurzem Ärger stürzten wir uns auf die nächsten Aufgaben…. hier kamen uns Autos mit Startnummern entgegen, was auch nicht sein konnte…wir waren zwar verwirrt, ließen uns aber nicht davon abbringen weiter zu machen.

Wir lernten Straßen kennen, die wir Stadtkinder als Trampelpfade bezeichnen würden und schrieben irgendwann jede Nummer auf, die uns in den Weg kamen. Endlich kam eine Fischgrätenaufgabe und eine Bordkennzeichenaufgabe, wir besprachen uns gut und diesmal lagen wir auch mit den Stempelkontrollen richtig! Frisch motiviert ging es nun zur vorletzten Aufgabe. Diesmal führte uns ein Trampelpfad mitten auf den Acker und der Kuhwiese von Bauer “Lindemann”. Das konnte nicht stimmen! Wir machten Kehrt und fanden schließlich den Weg! Nachdem wir durch Waldwege dreimal im Kreis, zweimal die gleiche Nummer notiert, meinten endlich am Ziel zu sein, hielten wir unsere Sollzeit mit sechs Minuten Verspätung fast ein.

Nachdem wir nun in der Gaststätte „Zur Fähre“ mit Livemusik empfangen wurden, gab es beim Verzehr von kleinen Gerichten heiße Debatten wie man auf einzelne Lösungen kommen sollte. In der Klasse C verlief dies sehr herzlich und informativ, während in den Klassen A und B mit Zirkel und Lineal argumentiert und gefeilscht wurde.

Nach sehr langen Diskussionen zur Auswertung in den Klassen B und C konnte dann um ca. 20.30 Uhr die Siegerehrung beginnen. In der Klasse C bekamen die ersten vier Teams einen Pokal. Da nur vier Teams angetreten sind, bekamen glücklicherweise alle einen Pokal. Das erste und zweite Team war punktgleich, danach kamen wir mit einem deutlichen Abstand zum letztplazierten Team.

Wir zogen, nachdem alle Klassen geehrt wurden, überglücklich und geschafft mit unserem Pokal wieder Richtung Berlin.

Pokale der Orientierungsrally 2000 + 10 Tücken

Pokale der Orientierungsrally 2000 + 10 Tücken

[caption id="attachment_501" align="aligncenter" width="150" caption="Gewonnene Pokale für den MML e.V. - Platz 3 Klasse C"]Gewonnene Pokale für den MML e.V. - Platz 3 Klasse C[/caption]

Unser Fazit: Wir kennen nun ziemlich viele Ecken in und um Zehdenick, haben für ca. 70 km eine Fahrzeit von 3h 36min gebraucht und wurden liebevoll betreut und für die nächsten Teilnahmen motiviert. Nachdem wir in die Fahraufträge der Klassen A und B geschaut haben, ist uns klar: Wir fahren lieber wieder in der C-Klasse und hoffen auf den nächsten Pokal für den MML e.V.

Als kleines Highlight stellen wir nachfolgend noch unseren aufgezeichneten GPS-Track (per Garmin Forerunner 305) der abgefahrenen Strecke zur Verfügung. Dies kann zum Schmunzeln und Nachvollziehen dienen, da unsere “Orientierungsfehler” sehr gut erkennbar sind.

Übersicht abgefahrene Strecke Klasse C als GPS-Track

Übersicht abgefahrene Strecke Klasse C als GPS-Track

Teil 1 GPS Track im Detail
Teil 2 GPS Track im Detail
Teil 3 GPS Track im Detail
Teil 4 GPS Track im Detail
Teil 5 GPS Track im Detail
Teil 6 GPS Track im Detail
Teil 7 GPS Track im Detail

Ankündigung Orientierungsfahrt: Zweitausend+10 Tücken

Dienstag, 06. April 2010

Am 01. Mai 2010 findet in brandenburgischen Gefilden – Start in Zehdenick OT Burgwall – eine für Einsteiger geeignete Orientierungsfahrt statt. Sie wird vom ARGE Ostsee-Rallye e.V. nach der Grundausschreibung des ADMV veranstaltet. Die ausführliche Auschreibung ist als PDF-Dokument abzurufen. Weitere Informationen zu dieser ORI finden sich auch auf der Seite www.orientierungsport.de

zu den Fakten:
Länge – ca. 75km in der Klasse C
Anmeldegebühr 12 EUR
Anmeldeschluss – 26. April (Online bis 30.04.)

Zur Vorbereitung habe ich einige interessante Links herausgesucht:
Orientierungssportportal
http://www.admv-orientierungssport.de/
Wikipedia Orientierungsfahrt

Am Veranstaltungstag findet zusätzlich gegen 10 Uhr eine kurze Schulungseinführung für die Schnupperklasse C statt. Nähere Infos in dann in den Kommentaren zu diesem Artikel.

Alle MMLer sind herzlich zur Teilnahme aufgerufen. Das Team 1 steht bereits fest: Christian, Julia und Pierre. Wer fährt in Team 2 mit – Freiwillige gesucht!? (Hinweis: bei Einsteigerklassen ist es erlaubt, einen zusätzlichen Beifahrer mitzunehmen und zu dritt an den Start zu gehen)