Den Ausflug noch frisch in Erinnerung macht sich der Presi sogleich auf die ihm hängengebliebenen Gedanken für Alle niederzuschreiben und somit der Nachwelt zu erhalten.
Als Not- und Ersatzveranstaltung für das ins Wasser gefallenen WTCC-Event in Oschersleben festgelegt, konnte das Treffen in Mildenberg übers W’ende immerhin 7 MML-ler , 6 Gäste und 2 Hunde locken.
Die Anreisenden wurden belohnt mit unendlicher Natur, für diesen Sommer sehr zufriedenstellendem Wetter und einer Menge Kultur und Action, auf die ich noch eingehe. Zunächst hatte ich ja mit dem Campingplatz ‘n bischen bedenken, da er ja in unmittelbarer Nähe zur reichlich Wasser tragenden Havel liegt, aber dort war alles Bestens, Strom war auch i.o. und die Betreiber des “Alten Hafen” wie immer sehr freundlich und hilfsbereit. .
Unsere Vorhut aus Berni, Mario und Frank hatten unser Camp mit Partyzelt schon aufgebaut, als nach und nach die weiteren Teilnehmer eintrudelten und so nahm unser Claim immer mehr Gestalt an.
Abends gabs wunderbaren Eintopf aus der Minigulaschkanone (Kartoffelsuppe+Wiener), später machten Kirsch- und Gerstensaft die Runde und nach dem uns der Kneipenchef erfolgreich zur Ruhe ermahnt hatte, gabs von ihm sogar noch ne Runde Bier. In der Nacht gurrten dann die Wildtauben und sicherlich wurden einige Kubikmeter Holz zumindest akustisch versägt. Vereinzelt glaubt der Presi auch “Ulfrufe” gehört zu haben
.
Am Samstag brachen wir nach ausführlichem und guten Frühstück bei bestem Wetter zum lärmmäßig schon deutlich zu vernehmenden Event auf und kamen nach Abdrücken eines Entree’s von 5 Euro genau richtig zum ersten Höhepunkt: die Motorradstundshow von Horst Hoffmann . Gegliedert in 3 Teile zeigte der Amateurmannschaftsweltmeister sein Können auf einer Trialmaschine, einem Quad und einer 1400ccm Suzuki mit 186 PS.
Fahrten über Balken, Wippe und fahrendem Auto wechselten sich ab mit Pirouetten , Gummidonuts und Fahrten nur auf Vorder oder Hinterreifen. Das Quad wurde natürlich auch in Schräglage bewegt und als Sahnehäubchen nahm er eine mutige junge Bikerin mit auf seine Fahrten. So war donnernder Applaus angesagt und danach drehten wir eine ausführliche Runde über die auf mehreren Wiesen ausgestellten Traktoren, Motorräder und Oldtimer. Des Presi’s Hihglight war das Starten oder die Inbetriebnahme eines Lanz Bulldog. Vorglühen mit Lötlampe, ein Tröpfchen hier und da und nach gefühlten 10 Minuten wurde der Treckerlenker zum Anwerfen des Motors seitlich aufgesteckt und gedreht: Und siehe da nach 2-3 Versuchen machte es tatsächlich Tuck……Tuck..Tuck..Tuck Tuck . Diese Maschinen sind für einen klassischen Le Mans Start nicht geeignet. Aber wie sie laufen, wenn sie laufen, ist schon sehr beeindruckend.
Publikumslieblinge bei den Autos wurden 1.Platz Citroen C 6 F 2.Platz IFA F9 Cabrio 3. Platz Wartburg Camping; bei den Motorrädern gewann (vom Presi auch schon fast erwartet) eine Herkules mit Wankelmotor .
Aufgelockert wurden die statischen Displays mit Traktorenparaden und Oldtimerausfahrten, auch trödeltechnisch und kulinarisch waren jede Menge Stände da und alle lockten die Gäste mit ihrem Angebot.
Von soviel Eindrücken überwältigt, zogen wir uns dann am Nachmittag in unser Camp zurück und mussten erst mal ein wenig Ausruhen. Abends wurde der neue Vereinsgrill von Berni angeschmissen und gestärkt mit Fleisch und Wurst waren wir breit für den nächsten Höhepunkt: Ein Live Konzert der “Nightflight Pilots” aus Berlin, die uns laut Flyer “in die sphärischen Weiten des nördlichen Abendhimmels entführten”. Die Musik war eine Mischung aus “Ambient und loungigen Grooves ” und erinnerten den Presi stark an Passagen aus Werken von Tangerine Dream oder Pink Floyd . Optisch untermalt wurde das Ganze durch mittels Beamer an Leinwand geworfenen Nordlichtbildern, Wasserfällen o.ä. Alles sehr schön und zum lauen Sommerabend sehr passend. Vielen Dank für diese Kultureinlage. Da sollte jeder denken ‘Alles in Harmonie’, aber leider hatten Zeltnachbarn aus Berlin-Treptow diplomatisch ausgedrückt andere Vorstellungen von Nachtruhe und Ordnung. Vielleicht waren Sie einfach zur falschen Zeit am schönen Ort.
Am Sonntag trudelten wir dann in Ruhe aus, frühstückten, packten und räumten auf, nicht ohne uns bei den Gastgebern im “Alten Hafen” zu bedanken (mit Geld
) und zu verabschieden . Da ein herrlicher Duft von frisch gebratenen Pfifferlinge übers Gelände zog, konnten Einige von uns nicht widerstehen und nahmen eine Kostprobe. Zur Abreise mußten wir dann ein Zeitfenster zwischen 2 Stuntshows nutzen , um vom Gelände zu kommen. An Hand der auf vielen Wiesen abgestellten Autos konnten wir ungefähr erahnen, wieviele Tausende noch außer uns den Weg nach Mildenberg geschafft hatten. Es hat sehr viel Spaß gemacht, vielen Dank für die schöne Zeit sagt der Presi der noch ein paar Bilder anfügt:
































