
A1 – das stand vor dem 09. Oktober 2005 in Deutschland eher als Synonym für ein Feld eines Schachbrettes; seit diesem Sonntag wissen weitere 50.999 Fans, dass A1 für rasante Motorsport-Action steht.
Die A1-Boliden gastierten zu ihrem einzigen Deutschland-Gastspiel vom 8. bis 9. Oktober 2005 auf dem Lausitzring. Es war das zweite Rennen überhaupt für diese von Scheich Maktoum Hasher Maktoum Al Maktoumneu gegründeten Motorsportrennserie.
Das Konzept dieser Serie ist schlüssig und zukunftsorientiert. 24 Nationalteams treten gegeneinander an – in baugleichen Autos. Der Fokus liegt also auf Fahrer, Strategie und Abstimmung der Rennwagen, um vor den anderen Nationen als erster die Zielflagge sehen zu können.


Ein ganz besonderes Higlight steckt hinter der Power-Boost Taste, das den Rennfahrern für ein paar Mal im Rennen kurzfristig 30 PS mehr Motorkraft zur Verfügung stellt.
Die Fans können sich mit ihrem Nationalteam identifizieren. Dazu trägt auch die Lackierung der Boliden bei, die jeweils an den Nationalfarben des jeweiligen Landes orientiert ist. Das leuchtend-orangene A1-Auto wurde z.B. lautstark von den vielen holländischen Fans angefeuert und angetrieben.
Der ehemalige DTM-Pilot Timo Scheider fuhr für das deutsche Team (“A1 – Team Germany”), das von Willi Weber geleitet wurde, der u.a. die Schumacher-Brüder zu Weltstars managte.
Die Fahrervorstellung war äußerst professionell. Showreif und akkustisch sehr gelungen, durch Schlagzeug und Drums begleitet, wurden alle Fahrer vom deutschen und englischen Streckensprecher präsentiert.


Sowohl das Sprintrennen als auch das einstündige Hauptrennen wurden danach vom französischen Rennfahrer Nicolas Lapierre soverän “nach Hause” gefahren. Timo Scheider wurde im Sprintrennen fünfter; das Hauptrennen beendete er leider nach einem verpatzten Boxenstopp auf Platz 10, nachdem er zwischenzeitlich im Rennen schon an dritter Position lag.
Neben dem A1 Grand Prix of Nations wurde der Eurospeedway Lausitz im Rahmenprogramm vom Trabant Lada Racing Cup und der Interserie Sprint Challenge befahren.
Bei traumhaften äußeren Bedingungen mit strahlendem Sonnenschein hatten vier MML-Mitglieder einen äußerst angenehmen Tag – zumal die Eintrittskarten von der deutschen Tageszeitung mit den vier großen Buchstaben per Verlosung gesponsert wurden.

Links zum Thema: http://www.a1gp.com/
Tags: 2005, A1, Eurospeedway, Grand Prix, Lausitzring